Betrachtet wird ein Gen mit zwei Allelen, A und a. Der Anteil von A heißt p, der von a ist q = 1 − p. Jedes Tier im Fenster trägt zwei Allele — eines von jedem Elternteil. Die linke Körperhälfte zeigt das eine, die rechte das andere.
Die Heterozygotie H ist der Anteil mischerbiger Individuen. Ohne Selektion und Mutation schrumpft sie in jeder Generation um den Faktor 1 − 1/(2N) — je kleiner die Population, desto schneller. Das ist die gestrichelte Kurve. Ein Flaschenhals reißt sichtbar ein Loch hinein, das auch nach der Erholung nicht wieder zuwächst: verlorene Vielfalt kommt nicht zurück.
Alle Zufallsziehungen sind echte Binomial- bzw. Multinomialziehungen; ab N > 400 wird statistisch gleichwertig angenähert, damit die Rechnung flüssig bleibt. Mit festem Startwert läuft eine Simulation exakt wiederholbar ab. Das Fenster zeigt bei großen Populationen eine Zufallsstichprobe der Tiere — die Anteile bleiben dabei repräsentativ.